Museum Solnhofen - Die Welt in Stein

Das Bürgermeister Müller Museum Solnhofen

 
Museum Solnhofen

Solnhofen genießt Weltruf als Lieferant der einzig geeigneten Steine für den Steindruck (Lithographie) und als eine Fundstelle des Urvogels (Archaeopteryx).

Das nach modernsten Gesichtspunkten gestaltete Museum im Rathaus zeigt in reicher Auswahl versteinerte Tiere und Pflanzen aus der Jurazeit.

Im Eingangsbereich der Ausstellung werden den Besuchern die Erdformationen erklärt; mit einer Grafik und einem Relief werden sie zur Jurazeit hingeführt.

 

Museum Solnhofen

In beleuchteten Vitrinen findet der Besucher ausschließlich Originale aus der Gruppe der Saurier bzw. Reptilien (Homoesaurus, Plesiosaurus und Flugsaurier), eine Vielzahl von Krebsen, Kopffüßlern (Tintenfische, Ammoniten und Belemniten) und Stachelhäutern. Besonders reichhaltig vertreten ist die Welt der Fische. Gezeigt werden Kugelzahnfische, Seekatzen, Haifische, Schnabelfische und Knochenfische. Eine besondere Seltenheit sind Meeres- und Landpflanzen (Tange, Urzypressen). Auch Quallen und Medusen, ja selbst deren Schleifspuren sind sichtbar und legen Zeugnis ab, dass die feinen Kalkschlicke zarteste Organismen bewahrt haben.

Im oberen Stockwerk wird ein Modellsteinbruch gezeigt mit den auch heute noch gebräuchlichen Arbeitsgeräten der Steinbrecher.

 

Stelldichein der "Jurassic Stars" im Museum Solnhofen

Sciurumimus albersdoerferi

Das rund 70 Zentimeter große Raubsaurier-Jungtier mit dem wissenschaftlichen Namen Sciurumimus albersdoerferi (der Eichhörnchen-Nachahmer) ist zu 98 Prozent vollständig und damit einer der weltweit besterhaltenen Saurier. Durch diesen Fund ist nun klar dass Dinosaurier zumindest als Jungtiere keine Schuppen, sondern einen weichen, warmen Flaum hatten, welcher als Wärmeschutz diente. Der kleine Raubsaurier mit großen Augen, stumpfer Schnauze und dicken, kurzen Beinchen war im Oktober in München erstmals öffentlich gezeigt worden und ist nun im Solnhofener Museum zu sehen.

 

 

Bellubrunnus rothgaengeri

Nur wenige Tage nach Erscheinen der wissenschaftlichen Erstbeschreibung des Baby-Dinosauriers Sciurumimus albersdoerferi steht zum zweiten Mal ein fossiles Jungtier aus dem Solnhofener Museum im Fokus der internationalen Wissenschaft. Diesmal handelt es sich um einen Jung-Flugsaurier mit dem Namen Bellubrunnus rothgaengeri. Mit einer Gesamtlänge von nur 14 cm ist das in den Oberjura-Plattenkalken von Brunn (Oberpfalz) gefundene Fossil der kleinste Langschwanzflugsaurier Europas. Wie der Gattungsname Bellubrunnus (lat. "bellus" hübsch) zum Ausdruck bringt, besticht der Fund durch seine ungewöhnlich gute Erhaltung.

 

 

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